Wie du die Wahrscheinlichkeit erhöhst, deine Ziele zu erreichen

„Im kommenden Jahr will ich mich nicht mehr so sehr von meinem Beruf auffressen lassen. Ich will viel gesünder leben. Und endlich meinen Traum verwirklichen und  Segeln lernen.“

Das sind sicher ehrenwerte Ziele. Doch die Wahrscheinlichkeit, sie auch wirklich umzusetzen, lässt sich mit einem kleinen Kniff immens erhöhen. Und dieser Kniff geht so: Durch eine Umformulierung werden diese Ziele viel konkreter, handhabbarer und damit auch leichter umzusetzen. Eine etablierte Form, deine Ziele konkret festzuhalten, ist die sogenannte SMART-Formel. Wenn du deine Ziele mit Hilfe der SMART-Formel formulierst und aufschreibst, steigert das die Wahrscheinlichkeit exponentiell, dass du sie auch erreichst.

Die SMARTe Formel für gut formulierte Ziele
Gute Zielformulierungen müssen demnach folgende Eigenschaften haben:

S – Spezifisch
Das Ziel sollte so genau und so konkret wie möglich formuliert sein.

Also nicht: Im kommenden Jahr mache ich mehr Sport.
Sondern: Ich melde mich im Fitnessstudio an und trainiere dort Montags und Mittwochs .

M- Messbar
Das Ziel sollte messbar sein. Woher weißt du sonst, ob du das Ziel erreicht hast?

Also nicht: Ich will mehr Zeit mit meinen Kindern verbringen.
Sondern: Ich werde zweimal in der Woche mir einen Nachmittag Zeit nehmen, um mit meinen Kindern etwas zu unternehmen.

A – Attraktiv
Das Ziel sollte für dich attraktiv und motivierend sein. Für ein Ziel, das dir von anderen gesetzt wird, ist sehr schwer die entsprechende Motivation aufzubringen.

R – Realistisch
Das Ziel sollte für dich realistisch sein. Natürlich sind kleine und große Wunder immer möglich, aber plane diese Wunder nicht schon von vornherein ein, wenn du deine Ziele formulierst. Wenn ich beispielsweise noch nie Joggen gegangen bin, ist es recht unrealistisch, in sechs Wochen einen Marathon zu laufen. Genauso ist es relativ unrealistisch, dass ich innerhalb von vier Wochen mit meiner neuen Geschäftsidee mein Jahreseinkommen bestreiten kann.

Also nicht: Ich werde die Anzahl der Besucher auf meinem Blog von täglich 2 auf 1000 steigern.
Sondern: Ich will die Besucheranzahl auf meinem Blog erhöhen und werde deshalb vor jeden neuen Artikel auf Facebook und Xing posten und 20 Bekannte persönlich anmailen.

T- Terminiert
Ein Ziel sollte einen Termin haben – einen Termin, an dem ich etwas tue (z.B. jeden Montag und Mittwoch) oder einen Termin, bis zu dem ich etwas getan haben werde.

Also nicht so: Ich muss mal wieder mein Wohnzimmer renovieren.
Sondern: Ich werde am zweiten Februarwochenende mein Wohnzimmer neu tapezieren.

Wie könnten nun die am Anfang des Beitrages formulierten Ziele nach der SMART-Formel aussehen?

1) Im kommenden Jahr will ich mich nicht mehr so von meinem Beruf auffressen lassen.
Ich schreibe meine Arbeitszeit jeden Tag auf. Wenn ich mehr als 10 Überstunden habe, nehme ich mir einen freien Tag, an dem ausschlafe und meine Freunde besuche.

2) Ich will viel gesünder leben.
Ich werde damit beginnen, Sport zu treiben. Konkret melde ich mich zu Januar im Fitnessstudio an und werde zweimal in der Woche dorthin zum Trainieren gehen.

3) Ich will endlich meinen Traum verwirklichen und Segeln lernen.
Ich werde in der ersten Woche der Sommerferien einen Segelkurs absolvieren.

Das könnte doch gehen, oder?

 

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